Ökologie ein Luxus für bessere Zeiten?
„Umweltschutz ist ja schön und gut, schadet aber den Arbeitsplätzen...“
Diese Ansicht, dass Ökologie etwas ist, was man/frau sich nur in wirtschaftlich guten Zeiten leisten kann, ist leider immer noch weit verbreitet. Dabei konnten wir Grünen in den letzten sieben Jahren beweisen, dass dies mitnichten der Fall ist:
Wir haben durch die Erneuerbaren Energien nicht nur klimaschädliche Emissionen verhindert, sondern auch 130000 Arbeitsplätze geschaffen.
Wir haben durch unser Förderprogramm für Altbauten 25000 Arbeitsplätze am Bau erhalten und gleichzeitig dazu beigetragen, dass nicht unnötig Energie vergeudet wurde. Und wir haben durch eine Abkehr von der Agrarmassenproduktion 80000 Arbeitsplätze im personal intensiveren ökologischen Landbau geschaffen, um hier nur drei Beispiele anzuführen.
Insgesamt arbeiten eineinhalb Millionen Menschen im Umweltbereich, wobei zum Beispiel der Umwelttourismus noch nicht eingerechnet ist. Das sind mehr Arbeitsplätze als in der Automobilbranche. Damit zeigt sich, dass Umweltschutz entgegen der landläufigen Meinung nicht Geld kostet, sondern Geld bringt. So haben sich zum Beispiel die Erneuerbaren Energien u.a. nach der kometenhaften Verteuerung des Ölpreises als ein wahrer Exportschlager und Standortfaktor bewiesen. Für Firmen, wie den Otto-Versand-Service, zahlt sich Umweltschutz durch eingesparte Vertriebswege oder Verpackungsmaterialien in barer Münze aus. Für Unternehmen ist der Schutz der Umwelt also bei weitem nicht nur gut für ein positives öffentliches Erscheinungsbild, sondern rechnet sich alleine schon rein wirtschaftlich.
Darüber hinaus benötigen wir aber auch eine nachhaltige, sprich umweltfreundliche Politik, wenn wir es nachkommenden Generationen ermöglichen wollen, auf einem intakten Planeten zu leben. Dafür ist es wichtig, dem wirtschaftlichen Wachstum ökologische Leitplanken zu geben, damit wir, unsere Kinder und deren Kinder nicht mit den Folgen von Umweltzerstörungen zu leben haben. Dass diese Leitplanken nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen gehen, konnte unter Beweis gestellt werden, weswegen eine Abkehr von einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik abträglich für Arbeitsplätze und schlecht für eine gesunde Umwelt wäre.
Ist Atomkraft umweltfreundlich ?
„Was stellen die Grünen sich überhaupt bei der Atomkraft so an, die machen doch auch sonst einen auf Klimafreund?“
Es mag sein, dass bei der Stromherstellung durch Atomkraftwerke keine Emissionen anfallen. Dies täuscht aber völlig über die mannigfaltigen Probleme dieser Risikotechnologie hinweg.
In Tschernobyl bekamen wir auf grausame Art und Weise demonstriert, wozu die Atomkraft fähig ist. Aber auch in westlichen hochtechnologisch entwickelte Länder , wie beispielsweise 1979 im amerikanischen Harrisburg, wäre es schon beinahe zu ähnlichen Katastrophen gekommen. Allein schon aus diesem Grund ist es unverantwortlich auf eine solch tickende, nebenbei hochsubventionierte, Zeitbombe namens Atomkraft zu setzen.
Ein weiterer Grund gegen die Atomkraft ist die neue Dimension des Terrorismus. Seit dem 11. September ist es leider nicht mehr unrealistisch, dass Terroristen ihr Leben verwirken, um Tausende zu töten. Würde ein Jumbojet in eines der deutschen Atomkraftwerke fliegen, wären nicht nur auf einen Schlag sehr viele Menschen tot, sondern auch eine gigantische Fläche jahrtausendelang verstrahlt und damit lebensunfreundlich.
Offen bleibt auch die Frage wie der anfallende Atommüll entsorgt werden soll. Dieser bleibt über mehrere tausend Jahre gefährlich und somit eine unlösbare, lebensgefährliche Altlast für nachkommende Generationen.
Da ist es weitaus sinnvoller auf ungefährliche und umweltschonende Energien, wie Sonnenenergie, zu setzen, die darüber hinaus auch noch Arbeitsplätze schaffen. Außerdem ließen sich schon alleine über sogenannte Standby-Betriebe, wie beispielsweise. nicht ausgeschaltete Fernseher, zwei Atomkraftwerke einsparen.
Anfragen, Anregungen und Kritik gerne jederzeit an mail@christian-otto.com